Wie passen ausgestopfte Tiere und Gespräche über das gelingende Leben - über Glück und Sinn, Tod, Schicksalsschläge und Erfolg - zusammen? Na hervorragend natürlich. Über 200 Gäste waren bei der Auftaktveranstaltung zum W’ortwechsel in der inatura dabei und diskutierten mit Julia Moretti, George Nussbaumer und Bischof Benno Elbs darüber, wofür man leben will.

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Eigentlich habe ihm sein Arzt Stress verboten - also den negativen - erklärte der Musiker George Nussbaumer zu Beginn des Abend lachend. Spontan auf dem Podium für den erkrankten Philipp Lingg einzuspringen, verbuche er aber als positiven Stress und Vergnügen. Und das Vergnügen lag ganz auf der Seite der über 200 Gäste.

Zum Lachen in die inatura

Selten bietet ein Abend ein so großes Repertoire an Emotionen wie dieser. Moderatorin Angelika Böhler spannte den Bogen von persönlichen Schicksalsschlägen der drei Podiumsgäste über freudige Ereignisse und Erfolg bis hin zu der Frage, was für sie Glück bedeute. Nachdenkliche Minuten - etwa wenn Julia Moretti von ihrere jüngst verstorbenen Schwiegermutter erzählte - füllten den Abend dabei ebenso wie schallendes Gelächter, wenn George Nussbaumer von seinen Internatsschäden berichtete. Davon, dass er jeden Teller schnell leer essen müsse und aufgrund seines Heimwehs ungern in Urlaub fahre.

Ein Abend voller Fragen

Die Frage wofür man gelebt haben will und jene nach einem gelungenen Leben bildeten die große Klammer, zwischen der alles mögliche Platz hatte. Zum Beispiel das, was Nussbaumer als Problem der "luxuriösen Unzufriedenheit" bezeichnet - dass man unzufrieden ist, obwohl einem nichts fehlt. Oder Krisen, die laut Bischof Benno Elbs nicht nur die Gefahr bergen an ihnen zu verzweifeln, sondern auch die Chance der Solidarität und Demut bieten. Das schönste Geschenk sei für sie, jemand anderem sagen und zeigen zu können, dass man an ihn glaube, erklärte wiederum die Oboistin Julia Moretti.

Auch die Frage nach dem Erfolg war ein großes Thema. Selbsterarbeiteter Erfolg steige einem nicht zu Kopfe - außerdem sei eine gesunde Selbsteinschätzung wesentlich wichtiger, betonte beispielsweise Nussbaumer. Und Moretti  freut sich über eine "lebbare Gleichzeitigkeit", die beruflichen Erfolg und den Teil, der trägt wenn er sich nicht einstellt, vereint. Oder einen "in die Mitte stellt", wenn es mit dem Erfolg zu gut läuft.

Die Bierdeckel wollen´s wissen

Im Anschluss an das Podiumsgespräch nutzten die Gäste die Möglichkeit mittels W’ortwechsel-Bierdeckel ihre Gedanken oder Fragen mitzuteilen. "Was macht mich glücklich" war ebenso dabei, wie die Frage nach dem eigenen Nachruf. Julia Moretti antwortete mit dem Dichter Joachim Ringelnatz "Lebe, lache gut! Mache deine Sache gut!, Bischof Benno Elbs gab sich mit "Er hat versucht es ordentlich zu machen" bescheiden und George Nussbaumer meinte, so lange sich jemand an einen erinnere, sei man nicht weg.

Auf die Frage wie man "Small-Talk" zu "Big-Talk" werden könne, hatten Nussbaumer und Moretti übrigens gleich zwei Tipps an der Hand. Der Musiker plädierte dafür aufmerksam zuzuhören und einander auch zu glauben; die Oboistin und Bäuerin dafür die Hosen runterzulassen - und meinte damit natürlich nicht das Kleidungsstück.

Der W’ortwechsel  bei Ihnen zu Hause

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