
Gerade in einer Zeit, die von Krisen geprägt ist, hat das Sternsingen besondere Bedeutung: Kriege, Flucht, wachsende Armut und die Klimakrise belasten viele Menschen und verunsichern besonders Kinder und Jugendliche. Beim Sternsingen erleben sie, dass ihr Einsatz für eine gerechte und friedliche Welt zählt. Sie erfahren Wertschätzung vor Ort und bewirken gleichzeitig global positive Veränderung.
„Kinder und Jugendliche bringen beim Sternsingen nicht nur den Segen in die Häuser, sondern auch Hoffnung in die Welt. Ihr Einsatz steht für Frieden, Zusammenhalt und gelebte Nächstenliebe“, betont Martina Erlacher, Bundesvorsitzende der Katholischen Jungschar
Auch in Vorarlberg war die Aktion ein voller Erfolg: 4.100 Kinder und Jugendliche, begleitet von 1.900 Erwachsenen, brachten den traditionellen Segen von Haus zu Haus und sammelten dabei 1.123.679,47 Euro. „Diese Spende ermöglicht Schulbildung für Kinder, befreit sie von ausbeuterischer Kinderarbeit und unterstützt benachteiligte Menschen“, erklärt Fabian Bischof, Vorsitzender der Katholischen Jugend und Jungschar Vorarlberg. „Als Vorsitzender der KJJS Vorarlberg, ist es mir ein großes Anliegen, jedem Kind und Jugendlichem sowie den Verantwortlichen und Engagierten in den Pfarren zu danken. Danke deisem großartigen Einsatz ist es uns auch dieses Jahr wieder gelungen, alleine in Vorarlberg eine beträchtliche Summe von über 1,1 Mio. Euro zu sammeln. Ein weiterer Dank gilt allen die den Sternsingern voller Freude die Tür öffnen und eine Spende mitgeben.“

Die Dreikönigsaktion zeigt: Solidarität kennt keine Grenzen. Mit jeder Spende wird ein Stück Gerechtigkeit möglich: für Kinder, die zur Schule gehen können, für Familien, die Perspektiven erhalten, und für Gemeinschaften, die sich selbst stärken.
von Caspar, Melchior und Balthasar finden Sie hier und aus Vorarlberg hier:
Trotz eines klaren Ziels der internationalen Staatengemeinschaft, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden, ist die Realität ernüchternd: Laut aktuellen Zahlen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) müssen weltweit noch immer rund 138 Millionen Kinder arbeiten – oft unter ausbeuterischen Bedingungen und statt des Schulbesuchs. Auch Österreich hat sich zu diesem Ziel bekannt, ist jedoch bislang kein Mitglied der internationalen Allianz 8.7 – jenem Zusammenschluss von Staaten, die konsequent gegen Kinderarbeit vorgehen und konkrete Maßnahmen setzen.
Die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar fordert daher gemeinsam mit dem Bündnis „Kinderarbeit stoppen“ die Bundesregierung auf, diesem wichtigen Netzwerk beizutreten. Eine österreichweite Mailaktion soll dieser Forderung zusätzlichen Nachdruck verleihen und ein klares Zeichen setzen: Kinder gehören in die Schule, nicht zur Arbeit.
Mehr Informationen und Mitmachmöglichkeit.
Mit der Initiative „Kinderarbeit stoppen“ setzt sich die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar gemeinsam mit den österreichischen Partner*innen Jugend Eine Welt, Kindernothilfe Österreich, Fairtrade Austria und solidar Austria sowie mit Partnerorganisationen weltweit dafür ein, dass Kinder lernen und ihre Zukunft positiv gestalten können – statt zu arbeiten.