In Lohorn, St. Arbogast und Laterns kamen die Teilnehmer*innen zusammen, um sich sowohl fachlich als auch persönlich weiterzuentwickeln. Hüttenwochenenden schaffen dabei eine besondere Atmosphäre – sie verbinden, fördern den Austausch und stärken das Gemeinschaftsgefühl. Genau diese Vernetzung hebt auch Paul (17, Nüziders) hervor: Er fand die Wochenenden „richtig cool“, besonders weil man „Leute aus anderen Pfarren kennenlernt und auch abseits der Einheiten viel Spaß hat – so, wie es sich für Hüttenwochenenden gehört.“
Im Mittelpunkt der Schulung standen zentrale Themen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Neben pädagogischen Grundlagen beschäftigten sich die angehenden Gruppenleitenden intensiv mit Gewaltprävention, Handlungsstrategien und dem Umgang mit herausfordernden Situationen. Konrad (16, Hatlerdorf) beschreibt, dass er dabei vor allem „den Umgang und die Pädagogik mit Kindern und Jugendlichen“ sowie seine „Rechte und Pflichten als Gruppenleiter“ gelernt hat.
Auch Inhalte rund um Glaube, Kirche und Werte wurden gemeinsam erarbeitet. Methoden zur kreativen Bibelarbeit sowie eine Vielzahl an Spielen für Gruppenstunden rundeten das Programm ab. Besonders die praktischen Elemente blieben in Erinnerung: „Am besten haben mir die Spiele gefallen – wir waren viel draußen und auch im Wald unterwegs“, erzählt Konrad.
Ein besonderer Fokus lag auf Geschlechter- und Gendersensibilität sowie Inklusion. Als einer der größten Vereine Vorarlbergs ist es der Katholischen Jugend und Jungschar ein wichtiges Anliegen, eine offene und vielfältige Community zu gestalten. Auch Marina (20, Rankweil) hebt hervor, wie wichtig diese Inhalte sind: Sie fand vor allem das Thema Gewaltprävention „mega spannend und wichtig“ und schätzte die Einblicke in nachhaltige Gruppenstunden sowie die vielfältigen Unterstützungsangebote des Vereins.
Beim feierlichen Abschluss erhielten die 21 Teilnehmer*innen ihr Diplom als Gruppenleiter*innen. Damit ist Vorarlberg nun um 22 engagierte und kompetente Leiter*innen reicher, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und Kinder- und Jugendarbeit aktiv mitzugestalten.
Für viele geht es direkt in die Praxis: Konrad freut sich bereits darauf, Verantwortung zu übernehmen – „ich bekomme jetzt eine eigene Gruppe und leite schon am Freitag meine erste Ministunde.“ Auch Marina blickt motiviert nach vorne: Sie freut sich darauf, „das Gelernte in meiner Gruppe umzusetzen“ – denn am schönsten sei es für sie, „wenn man Kinder zum Lachen bringen kann und gemeinsam eine gute Zeit hat.“